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Der Handwerker- und Gewerbeverein Niederbipp hatte die innovative Idee, einen Lehrlingstag zu organisieren. Im OK Team dabei waren Ulrich Marti (Vorstand HGV), Manfred Schär (Präsident HGV) und Pascal Hunziker (Reallehrer). Schüler und Schülerinnen der gesamten achten Klassen besichtigten in gemischten Gruppen sechs Lehrbetriebe, die ihre Berufswahlmöglichkeiten vorstellten.
Lehrlingstag soll sich etablieren
Der Lehrlingstag in Niederbipp soll künftig einmal jährlich statt finden. „Dies mit wechselnden Betrieben natürlich“ erklärt Manfred Schär, Präsident HGV, die übergreifende Idee von der Zusammenführung von Schülern und Lehrbetrieben. „Es ist wichtig, den Schulabgängern eine weitere Perspektive für ihren Werdegang offen legen zu können“, dies sei nur zu bewerkstelligen, wenn diese die Gelegenheit bekämen, sich in Firmen genaustens informieren zu dürfen. Der Lehrlingstag biete dazu eine optimale Plattform an.
Investition in die Zukunft
Die sechs Firmen, die sich für diesen Tag Zeit genommen haben und etliche administrative Vorbereitungen getroffen haben sind: Clientis Bank Huttwil, Fames, Print und Present Shop, Carrosserie Gabi, Gasthof Bären und die Spitex. Sie alle gaben für die Jugendlichen ein weitläufiges Spektrum über die Möglichkeiten diverser Berufe innerhalb ihrer Betriebe ab. Für Martin Huggenberger vom Print und Present Shop bedeutet dieser Anlass eine Zeitinvestition in die Zukunft. „Für manchen Schüler steht die Berufswahl zur Grafischen Industrie vielleicht nicht an erster Stelle, - viele kennen diese Sparte aber auch gar nicht und können sich darunter gar kein Bild machen“, sagt Martin Huggenberger. Deshalb sei die Vermittlung von Berufen 1:1 vor Ort so prägend und gäbe sicher für den einen oder anderen eine neue Sichtweisen in die Berufswelt.
Positives Echo
Die Aktion vom Lehrlingstag brachte überall gutes Echo mit. Sowohl bei den Schülern, wie bei den Betrieben und der Lehrerschaft war man sich einig: „Eine gute Sache für alle Beteiligten“. Der Tag war organisatorisch hervorragend geplant gewesen, man profitierte vom gegenseitigen Austausch und lobte den reibungslosen Ablauf. Im Anschluss der Besuche in den Firmen zog man Bilanz. Die Lehrerschaft und die Ausbilder der Lehrbetriebe setzten sich am Ende des Tages gemeinsam an einen Tisch und diskutierten über Probleme und Verbesserungsvorschläge für Schulabgänger, die sich für eine Lehre entschieden haben. Gewisse Defizite der Schüler wurden angesprochen. So komme es nicht selten vor, dass manchmal bei Vorstellungsgesprächen gewisse Erwartungen dann nicht erfüllte würden, erwähnte jemand. Oft fehlten einfache mathematische Grundkenntnisse, diese würden aber oft nicht mehr gerechnet werden können. Solche und weitere Details kamen an den Tag und wurden besprochen. Die Lehrer und Lehrmeister geben einander gegenseitige Impulse, um sich besser zu verstehen und eventuell bessere Hand in Hand führende Lösungsansätze auszuarbeiten. Eines sei unbedingt noch zu erwähnen, wurde gesagt: Die Schüler und Schülerinnen können sich unter www.hgv-niederbipp.ch mit den im Internet aufgeführten Firmen selbständig in Verbindung setzen und diese kontaktieren. |
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